Naturprodukt Holz – Fugen im Parkett

Nov 30, 2015 von

Naturprodukt Holz – Fugen im Parkett

Unsere heutige Gesellschaft möchte immer das Maximum aus allen Produkten heraus holen und wir geben uns nur mit dem Besten zufrieden. Trotzdem soll gleichzeitig unser ökologisches Bewusstsein nicht zu kurz kommen und auf Nachhaltigkeit und Echtheit soll  geachtet werden. Naturprodukte, wie Parkett erfreuen sich deshalb einer großen Beliebtheit. 
Oft hört man von dem Horrorszenario, Parkett bekomme mit der Zeit Risse und Spalten. Das wollen wir auch nicht direkt abstreiten. Doch Grund dafür ist kein Qualitätsmangel, sondern das Nicht Berücksichtigen, dass Parkettboden ein Naturprodukt ist.

Woher kommen die Fugen im Parkett?

Der Laie spricht von Rissen oder Spalten, der Parkettprofi von Fugen. So oder so, wenn es zu viel wird, schadet es der Ästhetik des Bodens und das Parkett erstrahlt nicht mehr in seinem ursprünglichen Glanz. Doch wie kommt es zu den Rissen oder Fugen im Holzboden?

Beim Einbau eines Parkettbodens hat dieser eine gewisse Holzfeuchte. Diese entspricht einer Raumtemperatur von ca 20°C und einer relativen Luftfeuchte von etwa 55%. Diese werten entsprechen dem Normalklima, also quasi einem Durchschnittswert. Im Laufe eines Jahres ändern sich diese Werte allerdings mit den Jahreszeiten. Das Normalklima wird im Sommer naturbedingt überschritten und im Winter durch Beheizung der Räume unterschritten.

Da Holz ein Naturprodukt ist, reagiert es auf diese Veränderungen. Und zwar, indem das Parkett im Sommer quellt und im Winter schwindet. Das passiert allerdings eigentlich nur in einem sehr geringfügigen Maße. Bei stark beheizten Räumen, egal ob mit Fußboden- oder Konvektorenheizung, kann die relative Luftfeuchte allerdings so niedrig werden, dass besagte Fugen im Boden entstehen. Das kann auch passieren, wenn das Parkett versiegelt ist. Denn durch das sozusagen natürliche Quellen und Schwinden des Holzes entstehen kleinste Fugenbildungen auch im Versiegelungsfilm. Deshalb können auch Versiegelungsschichten den Feuchtehaushalt zwischen Holz und Raumluft nicht verhindern.

Wie sind Fugen vermeidbar?

Das Ganze wirkt auf den ersten Blick jedoch viel dramatischer als es ist. Parkettprofis und Fachmänner haben oft damit zu kämpfen, dem Verbraucher nahe zu bringen, dass Naturprodukte eben auch ihre Eigenschaften mitbringen. Doch selbstverständlich muss kein Parkettliebhaber einfach damit leben, dass sein Boden einmal schlimme Fugen aufzeigen wird. Im Gegenteil. Ein Blick auf die Parkett-Pflegeanweisungen kann dabei schon helfen, denn dort heißt es: Eine konstante Luftfeuchtigkeit ist sowohl für das Wohlbefinden der Bewohner als auch für die Beschaffenheit des Parketts vorteilhaft. Wenn also die am Anfang genannte relative Luftfeuchte von 55% eingehalten wird, ist mit einer kaum erkennbaren, minimalen Fugenbildung zu rechnen. Außerdem trocknet dadurch das Parkett nicht aus und die Einhaltung hat eine positive Auswirkung auf die Lufthygiene.

Es ist lobenswert und auch notwendig, dass Verbraucher auf biologische Baustoffe und ein gesundes Leben immer mehr achten, doch wir sollten ebenso nicht den Blick dafür verlieren, dass das Werkstoff Holz mit all seinen positiven Eigenschaften ein Naturprodukt ist und bleibt, das nun einmal eigen ist.

 

 

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