Gartenhausbau – aber richtig!

Apr 17, 2016 von

Gartenhausbau – aber richtig!

Teil 1: Vorarbeiten und Aufbau

Der Garten wird mit frischen Blumen bestückt, die Terrasse mit Gartenmöbeln wohnlich hergerichtet und das Leben verlagert sich nach draußen – man merkt, dass die freundliche Jahreszeit angefangen hat.
Um den Garten zum perfekten Wohlfühlort für den Sommer zu machen, empfiehlt es sich, über die Anschaffung eines Gartenhäuschens nachzudenken. Denn das ist nicht nur praktisch für anstehende Gartenpartys, sondern eignet sich auch hervorragend als Aufbewahrungsort für Gartengeräte und Werkzeuge. Damit man sein Häuschen stressfrei bauen und über viele Jahre genießen kann, sollte man jedoch ein paar Fragen beherzigen. 

1. Darf ich in meinen Garten ein Gartenhaus bauen? 

So mancher kennt den Ärger: Das Gartenhäuschen steht zur Nutzung bereit, da flattert plötzlich ein unangenehmer Brief in´s Haus. Das Problem: In einigen Bundesländern muss nicht nur der Bau eines Wohnhauses, sondern auch der Bau eines Gartenhauses genehmigt werden.

Unser Tipp: Bevor man mit dem Bau seines Gartenhäuschens startet, sollte man sich mit den örtlichen Genehmigungsvorschriften vertraut machen. Ein Anruf beim Bauamt kann dabei helfen. Auch über Mindestabstände zu Nachbargrundstücken und sonstige Auflagen erhält man hier Aufschluss. Es lohnt sich, sich zu informieren, bevor man zur Tat schreitet, denn das spart langfristig Ärger und Geld.

2. Welches Fundament brauche ich für mein Häuschen?

Sind die Bauvorschriften abgesichert, kann man mit dem Bau des Häuschens starten. Doch da stellt sich schon die nächste Frage: Welches Fundament brauche ich für mein Haus?
Das Fundament ist einer der wichtigsten Bestandteile des Hauses und sollte deshalb mit großer Sorgfalt errichtet werden. Andernfalls kann es mit der Freude an dem Holzhäuschen schnell vorbei sein, denn Wind und Wetter beanspruchen das Haus massiv und ohne entsprechenden Untergrund droht sogar Einsturzgefahr!

Unser Tipp: Wer das Fundament selbst bauen möchte, der sollte sich über die verschiedenen Bauarten von Fundamenten informieren. Dabei ist es wichtig, sich über den Zweck des Häuschens im Klaren zu sein: Möchte ich einen Geräteschuppen oder eine Partyhütte? Je nach Beanspruchung und Größe des Hauses erfolgt dann die Wahl des Fundaments. Es empfiehlt sich übrigens immer, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der bei der Wahl des Untergrundes und bei anderen Fragen rund um den Bau behilflich sein kann.

3. Welches Holz soll ich nehmen?

Nach der Organisation des Fundaments steht der eigentliche Hausbau an. Und damit die nächste schwierige Entscheidung: Welches Holz soll ich nehmen?
Auch bei der Auswahl des Holzes ist größte Sorgfalt geboten. Ganz grundsätzlich gilt: Holz ist nicht gleich Holz! Entscheidet man sich für das falsche Baumaterial, kann das Häuschen anfangen, rissig zu werden und schnell an Stabilität verlieren.

Unser Tipp: Vor dem Kauf sollte man das Holz ausgiebig auf seine Qualität prüfen. Bestimmte Eigenschaften des Holzes wie Quellverhalten, Belastbarkeit oder Elastizität spielen bei der Verwendung als Gartenhaus eine ganz entscheidende Rolle. Außerdem ist es wichtig, daran zu denken, dass Holz ein Material ist, das sich ständig verändert und arbeitet. So kann an einem trockenen Tag ein Brett schmaler sein als an einem Regentag.
Qualitativ hochwertiges Holz ist auf jeden Fall ein Muss, wenn man dauerhaften Spaß an seinem Häuschen haben möchte!

Wer diese Tipps beachtet, legt den Grundstein zu einem Gartenhäuschen, an dem er lange Freude haben wird.
Im nächsten Teil dieser Serie verraten wir, was man tun kann, um das Gartenhaus langfristig zu pflegen und zu erhalten.

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