Do it yourself – Teil 2: Laminatboden verlegen – Der Weg zum Superergebnis (Fortsetzung)

Mrz 25, 2016 von

Do it yourself – Teil 2: Laminatboden verlegen – Der Weg zum Superergebnis (Fortsetzung)

Vor dem Zuschneiden des Bodens muss millimetergenau gemessen werden. Anschließend zeichnet man mit Hilfe eines Winkels die Schnittkante an. Geschnitten wird übrigens von oben nach unten, das heißt, auch beim Schneiden zeigt die Laminatoberseite nach oben.
Die nächste Laminatreihe wird dann mit dem abgeschnittenen Stück der Paneele begonnen. Aus Stabilitätsgründen sollte dieses Stück eine Länge von mindestens 40 cm haben.

Durch das Klick-System gestaltet sich das Verlegen relativ einfach, da kein zusätzlicher Klebstoff benötig wird. Mit Hilfe einer Spezialverriegelung rasten die Paneele ineinander ein, dazu muss man sie lediglich nah an die vorangegangene Reihe anlegen und dann vorsichtig mit Hammer und Schlagklotz fixieren. Wichtig ist, erst längsseitig, dann querseitig zu klopfen und darauf zu achten, dass keine Fugen entstehen, denn Verkantungen übertragen sich auch auf die folgenden Reihen. Mit einem Zugeisen werden die Endstücke festgezogen.

Ein bisschen anspruchsvoller kann sich die letzte Reihe gestalten, da die Paneele dafür oftmals längsseitig zugeschnitten werden müssen. Hier gilt es, die erforderliche Breite unter Berücksichtigung der Abstandsfuge genau auszumessen und sorgfältig zu sägen. Mit einem Zugeisen kann man die Paneele dann genau einpassen.

Wie helfe ich mir an kniffeligeren Stellen?

In vielen Zimmern ergeben sich beim Verlegen kleine Problemstellen, etwa durch Heizungsrohre oder Türzargen. Mit den richtigen Tipps vom Fachmann sind diese aber gut zu bewältigen.

Um die Paneele um Heizungsrohre herum zu verlegen, müssen zunächst die Bohrlöcher auf dem entsprechenden Laminatstück angezeichnet werden. Man rechnet hier ca. 10 mm zum Rohrdurchmesser, damit am Ende genügend Platz bleibt, um das Rohr einzufassen. Mit einem Forstnerbohrer wird das Loch ausgebohrt, dann mit einer Stichsäge das kleine Stück um das Loch herum herausgetrennt. Das Paneel wird nun, wie gewohnt, verlegt und das herausgetrennte Stück anschließend hinter dem Rohr wieder am Paneel festgeleimt. Durch eine Rosette wird das Bohrloch schließlich verkleidet.

Bei der Laminatverlegung um Türzargen herum muss unterschieden werden zwischen Holz- und Metallzargen:

Holzzargen können gekürzt und der Boden darunter verlegt werden. Hierzu misst man eine Paneelhöhe plus Dämmung aus und kürzt anschließend mit einem Multi-Tool oder einer Tauchsäge die Zarge.
Bei Metallzargen muss der Laminatboden an der entsprechenden Stelle ausgespart werden. Auch hier sollte der Bewegungsabstand von 8 bis 10 mm eingehalten werden. Die entstandene Lücke an der Zarge kann man anschließend mit Acryl abdichten.

Der letzte Schritt zur Vollkommenheit

Um einen ordentlichen Anschluss zur Wand zu bekommen, werden zum Schluss Sockelleisten installiert. Zunächst muss hierzu mit einem Cuttermesser die überstehende Dampfsperrfolie an der Wand abgeschnitten werden. Anschließend werden die Sockelleisten angebracht. Zum winkelgenauen Zuschneiden nutzt man am besten eine Gehrunssäge.

Übergangsschienen verschönern, wie der Name schon sagt, den Übergang in andere Räume. Sie kaschieren in ansprechender Optik den Wechsel zu anderen Fußbodenarten, aber auch Dehnungsfugen zwischen zwei Räumen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *